[OSZO 01]

1. Prototyp (Unikat), elektronische Bauteile, Braunsche Röhre, LCD Display, Patenturkunde

(Patentnummer 199 03 942 / europäisches Patentamt München – 2000)

[OSZO 1] ist eine Bildmaschine, welche zum Zweck der Darstellung von biomorphen Strukturen in Abhängigkeit von Sounds, oder hörbaren Frequenzen von mir gebaut wurde. Die Anfänge dieser Arbeit liegen im Jahr 1995. Auf die von mir entwickelten Visualisierungstechniken habe ich ein gültiges Patent angemeldet, dafl den Nachbau verbietet und nur gegen Zahlung einer Lizenzgebühr und mit meiner Zustimmung ermöglicht . Das klassische Urheberrecht, bei dem der Künstler Anspruch auf seine Arbeiten und deren Vervielf‰ltigung hat, wird hier im Zeitalter digitaler Reproduktion von Kunst zum Anrecht auf die Erzeugung selbst. Der Kontext kann Kunst sein, oder Business; statt als künstlerischer Urheber, kann ich auch als technischer Erfinder auftreten. Auch die Maschine kann Kunstwerk sein. Wo die Maschine wiederum die Bilder erzeugt, kommt es auf die Konstruktion und deren Bedienung an. Die Zutaten in Form von Tönen und Bildern können auch von anderen stammen, anonym sein, oder beliebig. Erst die Modellierung macht sie zum Kunstwerk.

© … Aber bis heute arbeiten Medienkünstler an weiteren technischen Innovationen … Sie reichen über den Video-Synthesizer von Nam June Paik und Shuya Abe von 1970 bis zur Techno-Kultur. Die Konsequenz zieht achtzig Jahre später der Medienkünstler Ritchie Riediger in Gestalt seines gleichfalls amtlich patentierten elektronischen Bildgenerators: © Auch die Maschine kann Kunstwerk sein.

Prof. Dr. Dieter Daniels: Kunst als Sendung von der Telegrafie zum Internet / Seite 228 / Verlag C.H. Beck München / 2002